Was möglich ist

Zwei Kinder gehen gleichzeitig von unterschiedlichen Orten aber gleicher Entfernung im Auftrag ihrer Eltern Brötchen für das Frühstück holen. Es ist der erste Urlaubstag, der Ort ist fremd. Beim Bäcker treffen sich die beiden nicht, obwohl sie genau gleich schnell zu Fuß unterwegs sind. Warum?

Eine mögliche Erklärung:

Kind 1, nennen wir sie Julia, wurde verabschiedet mit den Worten „Der Bäcker ist 2 Straßen weiter, Du wirst ihn schnell finden“.

Kind 2, Julian, hört folgenden Satz „der Bäcker ist 2 Straßen weiter, ich habe gestern Abend ewig gesucht.“

Kind 2 kommt erst beim Bäcker an, als Kind 1 schon wieder zurück ist. 

Was mag die Ursache sein? In Forschungen dazu, wie unser Verhalten durch Worte beeinflusst wird, haben erstaunliche Ergebnisse gebracht. Ganz neutral wurde das nachgewiesen in der Studie x, angeführt in Starker, Thiess, Frommelt: New Work in der Medizin. Zitat: ……………………………… „

OK. Wenn ich das ernst nehme, dann wird mir klar, wie sehr wir mit unserer Spreche auf andere Menschen wirken, welche Handlungs- und Einflussmöglichkeiten wir haben. Sei es auf unser Team, unsere Kolleg*innen, unsere Vorgesetzten, unsere Kinder, kurz unsere Mitmenschen.

Was folgt daraus?

Mit jedem Satz nehme ich Einfluss. Schwächt er mein Gegenüber? Oder lässt er Entwicklung zu?

Dazu könnte man jetzt sehr viele einzelne Aspekte betrachten, angefangen von Macht bishin zu optimistischer oder pessimistischen Grundhaltungen und ihren Auswirkungen. Mir geht es heute darum zu zeigen, das wir (fast) immer Handlungsspielräume haben. Unsere Wortwahl nimmt darauf einen gehörigen Einfluss. 

Hier ist die Einladung sich zu beobachten, das Experiment zu wagen. 

im Layout ein Zitat vorsehen und eine Verlinkung zu einem Beispiel